Nachträgliche Betrachtung/Gedanken zur 1. Buchlesung am 21.3.2025 im Heimatmuseum

… ein etwas anderer Anfang??? …

Wer von unseren „Ü-50 – Bürgern“ kennt sie noch und kann sich an sie erinnern? – Die „Ostseewoche“ der „Ostseeanlieger-Länder“, veranstaltet jeden Sommer in den Jahren von 1958 bis 1975. Ein diese Woche prägender kultureller Höhepunkt war jährlich der nationale/internationale öffentliche „Bücher-Basar“ zwischen dem „Universitätsplatz“ und dem „Rostocker Rathaus“, der von Tausenden Einwohnern und Gästen rege besucht wurde und wunderbare persönliche Begegnungen mit Autoren und Verlagen garantierte.

… Unser Verein „Lebendige Steine – Kirchruine Satow e. V.“ griff diese tolle Idee auf und fragte sich, warum sollen wir nicht gemeinsam mit dem „Satower – ThiaS“ das Interesse unserer Satower und bei den neu hinzugezogenen Einwohnern an Literatur und dem „begreifbaren“ Buch neu beleben und wecken? – und wie so Vieles im Leben beginnen auch 10.000 Kilometer immer wieder mit einem ERSTEN SCHRITT. So luden wir dann für den 21.März 2025 zur ersten Buchlesung mit einem kleinen Buchbasar und einer Büchertausch-Börse in unser „Heimatmuseum“ ein.

Für die Buchlesung hatte sich unser Pastor, Herr Kirstein, bereit erklärt, ein Buch auszusuchen und daraus vorzulesen; der Titel des Buches: „Alles, was wir nicht erinnern – Zu Fuß auf dem Fluchtweg meines Vaters“ von Christiane Hoffmann. In diesem Buch geht es darum, dass vor ein paar Jahren eine Frau den Weg der Vertreibung ihres Vaters aus seiner damaligen Heimat Schlesien, nach Ende des zweiten Weltkrieges, noch einmal persönlich in einem wochenlangen Fußmarsch nachvollzog. Ein sehr bewegtes und teilweise wieder aktuelles Thema, das uns alle berührte und nachdenklich stimmte. Am Ende dieser Buchlesung stellten wir fest, dass jeder von uns Teilnehmern mindestens ein Elternteil hat, das auch in dieser Zeit vertrieben wurde oder umziehen musste.

Nach ca. zwei Stunden stellten wir und unsere Gäste fest, dass wir wieder mit dieser Veranstaltung zufrieden sein konnten. Herr Pastor Kirstein hat sich auf Anfrage am Ende sogar bereit erklärt, ein erneut weiteres Mal so eine Buchlesung durchzuführen; für ihn und unserem Verein war es eine gelungene „Buchlesungs-Prämiere“. Es bleibt noch zu bemerken, dass unser Verein damit den ERSTEN Schritt gegangen ist und wir den Buchbasar und die Buchlesung fortsetzen und „ausbauen“ werden; wir sind schon gespannt und freuen uns auf unsere nächste Veranstaltung.

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