Was bisher geschah …
Im Jahre 1219 schenkte Fürst Borwin I. dem westfälischen Zisterzienserkloster Amelungsborn das Gut Satow.
Der Bau der Kirche durch Zisterzienser-Mönche wird im Jahre 1224 erstmals in Mecklenburgischen Urkunden erwähnt.
Wie an der jetzt noch erhaltenen Ruine zu erkennen ist, wurde die Kirche aus Feldsteinen unter Verwendung von Backsteinen errichtet.
Besonders bedeutsam ist das Portal des Langhauses, das ähnlich dem Südportal des Güstrower Doms kunstvoll mit Schaftringen an den Rundstäben verziert ist.
Wegen bestehender Einsturzgefahr wurde eine neue Kirche auf dem Kirchberg in Satow errichtet, deren Weihe 1867 erfolgte.
Nach ihrer Fertigstellung wurde das über 600 Jahre alte Gotteshaus für 425 Taler auf Abbruch verkauft. Was noch irgendwie zu gebrauchen war, wurde zu Geld gemacht.
Doch 1882 wurde auf Anordnung des Großherzogs Friedrich Franz II. der weitere Abbruch gestoppt. Dadurch blieb dieses Zeugnis gestalteter Kultur- und Glaubensgeschichte erhalten.

Quelle: Erich Karsten